einem mammut

(Novorybnoye, E6)

47 jahre sind ein alter du
kanntest keinen wunsch nach mehr da
im gras fremder steppen du standest
gedanken kauend da
dein dicker fuß in ein unsichtbares rutschte
unterwärts

trötetest du? sahst schwindend
du die betretenen rüsselmienen der deinen?
zäh kann ein sumpf sein viel zäher als eis tumb
zerrte er schlürfte und zog dich hinab – au revoir!
mammut du
mammut

ein bein ein knopf zwei kesse schlitten
zogen dir den zahn horden
zogen hinan und umzu
warteten standen berieten
mammut du sahst von oben kaum zu

was dein war war fort
was du warst verweht
mammut du
mammut

kaum fröstelnd ragten bärte aus kapuzen blitzten
birnchen ins eisige schneelied vergingen
röhrend rotorte ein dröhnender abwind laut kalt wegwärts
ohne heimat im himmel der ordnung
sääääg! schries
aaaaan! hoben die

das

hätt’s dich noch geschert mammut
du hättest von ferne gerufen

—-

 

(Aus Alles über die Welt, Blessing 2008)

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