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Schwefel (24): Schwefel

Der Schwefel ist weg, weit weg, viel zu weit. Am Fuß der Tiffanylampe hat er es sich beim Eindämmern bequem gemacht, immer bereit, immer auf dem Sprung in die Nase. Doch die Nase, sie ist so weit weg, sie ist halb ins Kissen gedrückt auf dem Bett, warme Luft entströmt ihr in kaum merklichem Ausmaß, ebenso warme, trockene Hotelluft dann wieder rein. Zu gern würde Campofranco jetzt etwas tun, würde sich aufsetzen mit einem Ruf der Selbstermunterung, würde way too laut mit dem Roomservice telefonieren, einfach nur, um irgendwem irgendeinen Weiterlesen

Schwefel (23): Lor muss da rein

Oink ist in Berlin.

Wie bitte? Guten Morgen, Luc.

Oink ist in Berlin. Ich bin auch in Berlin.

Du bist hier? Fragt Lor ganz beglückt, Haar im Gesicht, noch halb in ihre Decken verknuddelt.

Hör zu Lor, es tut mir leid. Es ist wenig Zeit. Alles ist an mir vorbeigelaufen.

Luc, Schatz, wie geht’s dir!

Lor! Es ist egal, wie es mir geht. Du musst jetzt Weiterlesen

Schwefel (22): Fremde Laken

Campofranco lässt sich in sein Hotelbett fallen. Er hat es denen besorgt, so richtig feierlich hat er es ihnen besorgt. Er hat sie alle überstrahlt, die Ahnungslosen und Dünnschwätzer, die Zagenden und geistig Verzögerten. Er hat eine strahlende neue Vision in die Welt gesetzt, vor der zu erschaudern jedoch mehr Hirnmasse nötig ist als so ein handelsüblicher Schädel enthält. Fernsehen! Er ist drinnen gewesen, es wird archiviert sein, es wird seinen Weg in die Weltöffentlichkeit finden, alles je Ferngesehene wird bald auf immer abrufbar sein, und die Staunenden der Zukunft werden ihre Köpfe zusammenstecken und werden die alte Aufnahme von heute sehen, sie werden bewundernd Weiterlesen

aufhorn17: se iltis

fabian iltis wah schindelmeis lieblingsziehkind iwie dit war so 1 wo smarte geleckte sachen sagen kann & man auch nach der 3000. smarten geleckten sache kei ahnung hat werse kerl is & opp der für irgendwas steht & am ende steht hei halt fürs smarte geleckte sachensagen egal über was & is damit se prototyp dessen was in diesah unsah epoche als öffkeit über dem land liegt

mehltau möcht man jetzt sagen weil das iwie ausm hinterkopf nach vorne schießt abah letztlich hat man ja doch kein plan was 1 mehltau is und wen in einem land das intessieren sollte wenn solcher tau draufliegt & wollm ihm deswegn auch gar nich weitah erwähn jedoch & abah hat sich ohm auf unsann land was mediale meinungsäußerung angeht ausgebreitet wie 1 quallenplage wo ohm uffm Weiterlesen

Schwefel (21): Euer Kopf ist ein Behältnis

Lor starrt. Kannst du bitte in mein Zimmer gehen? Sagt sie. Raja will dich sprechen. Es ist wichtig.

Es ist was?

Hör es dir selbst an, sagt Lor.

Da wird Schell dann ja doch noch neugierig, er pest übern Flur. Raja! Fast schon wieder vergessen, dass es die einmal gab. Von wo sie wohl anruft? Immer war sie die Erste, die hier war, meist die Erste, die unvermutet verschwand, und mit tödlicher Sicherheit die Erste, die dann im ungeeignetsten Moment wieder da war. Schell hat sie immer als einen bösen Hausgeist empfunden, die Nemesis für einen Fehler, den man irgendwann im Leben einmal begangen hat – zum Beispiel, geboren worden zu sein. Jetzt also ruft sie von außerhalb an. Von einem Zuhause?

Schell nimmt den Hörer. Hallo, sagt er.

Hallo Schell, sagt Raja, gehetzt von etwas. Gut, dass du kommst.

Die Ankumpelei mag Schell schon mal gar nicht: Was gibts denn? Weiterlesen