aufhorn23: Zu viel Sex

Ist meine ganze Romantik nur eine Flucht vor der Welt?

Ist dieser ganze Wahnsinn das, was Prenzlauer Berg aus mir macht?

Ist Prenzlauer Berg das, wo ich hingehöre und wo ich lieber explodieren würde?

Überhaupt, explodieren, aber das sage ich nur hier, weil’s im Roman ist und den sowieso wieder niemand veröffentlichen wird und also bleibt’s unter uns dreien, me myself and me.

Ich versteh’ die Terroristen nicht. Weihnachtsmarkt my ass. In den gefickten Prenzlauer Berg müssten sie gehen, Wichtigtuer in langen Mänteln, moderne Papas, die ihren Dreijährigen geduldig die Welt erklären, Einkäuferinnen mit viel Zeit, die sich den Glutengehalt Weiterlesen

aufhorn22: elamaus ist nicht zufrieden

Die Lust auf Literatur ist wieder erwacht. Mit meinem neuen Kindle sitze ich zu Hause und zapf mir alles, was geht. Alles, was das leere Portemonnaie reinlässt. Suche im Kindle-Shop „gratis eBooks“, Zuordnung „Deutsche Bücher, Belletristik“, sortiert „nach Relevanz“ – mehr Eingrenzung geht nicht. Muss aber auch nicht. Belletristik ist, was mein Herz begehrt, Belletristik macht mich heiß, besonders, wenn man für sie nicht zahlen muss.

Autoren sollten an Geld kein Interesse haben. So können sie sich der Essenz des Schreibens widmen, abseits schnöder Vermarktbarkeit: Literatur, die als reine, pure Verkündigung des Wahren, Guten, Schönen auf uns niederkommt. Hm, mal suchen. Eine Stunde oder so tauche ich ab. Und komme dann mit dreißig, vierzig gesaugten Büchern wieder an die Oberfläche des Sofas geschossen. Fette Beute! Wollen doch mal sehen, Weiterlesen

aufhorn21: kung-Lobs 17-29 (versch., Dokumentation)

„Herr Ungerer verkörperte einen klassischen, wenn nicht sogar den klassischen Typus des Feuilletonisten: den so neugierigen wie distanzierten Beobachter, der die Zeichensprache des modernen Lebens dechiffriert. Es gehört ein hochentwickeltes Sprachgefühl dazu, diese Rolle zu spielen, mit der sich in unserem Beruf die Erinnerung an die berühmtesten Vorbilder verbindet. Über dieses Gefühl gebot Herr Ungerer mit einer erstaunlichen Virtuosität: Die deutsche Sprache, konnte man manchmal meinen, war jenseits der hochgenauen Beschreibungen und der plastischen Metaphern der eigentliche Gegenstand von Interesse und Zuneigung des Verfassers.“
(FAZ, Arbeitszeugnis nach Entlassung)

„An Erfindungsreichtum, grotesker Phantasie und Sprachwitz ist Ungerer schwer zu übertreffen.“ (FAZ, Buchbesprechung)

„Brillant erzählt.“ (Adalbert Weiterlesen

aufhorn20: Wer war Ungerer?

Über Ungerers Leben ist wenig bekannt. Große Briefwechsel, welche bei einem Autor seines Formats zweifelsohne zu vermuten sind, sind nicht überliefert. Große Teile seiner verschriftlichten Kommunikation haben allem Anschein nach ihren Ort in elektronischen Medien wie Emails und Chats gehabt und müssen bis auf Weiteres als verloren gelten. Dass er ein geistreicher, wortgewandter, so scharf urteilender wie charmanter Gesprächspartner gewesen sein muss, wird von Zeitzeugen übereinstimmend berichtet (1): Wie an anderer Stelle ausgeführt (2), war vielen Zeitgenossen der Tag ein Einschnitt, da Ungerer sich beim sozialen Netzwerkportal „Facebook“, damals Marktführer in diesem Bereich, von einem Moment auf den anderen abmeldete – manche sagen auch (3), von allen sozialen Medien gleichzeitig, eine Aussage, die sich nicht hat verifizieren lassen; sein Account beim seinerzeit populären Anbieter „Instagram“ etwa ist bis heute vorhanden (4), wenn auch verständlicherwesie nicht mehr aktiv.

Dass der Autor von „aufhorn“ wenig greifbar erscheint (auch wenn man sich von der zeitweilig grassierenden Hypothese, es stecke eine ganze AutorInnengruppe hinter seinem Namen, aus guten Gründen verabschiedet hat), ist in nicht geringem Maße auch seinem eigenen Spiel mit Identitäten geschuldet, das er virtuos betrieb, so dass bis heute Zweifel laut werden (5), er sei mit dem hochrangigen Weiterlesen

aufhorn19: serilkerené

numah sie rotkopf zu enne jeles wo 1 bockjit jungit ding is wo ihrm naskulimismus ehm auslebt indemse sich möglichst massiv möglichst selbstherrlich jehng allit stellt zumindest verbal wobeise ne buchfaöffung gehngübah nich abgeneigt is & is ooch ejal dit kann ja jede halten wiese willse sie rotkopf jehnfalls / was ich gut fand / hat alle möglichen textformm zusammgetackert wild wüst sinnlos & im sein chaos auch wieder ungreifbar unangreifbar so machenses sie wildn weibah se lassen sich nix bieten nix erzähln nix gefalln sie ham recht qua geburt & mit ihnen etwa reden zu wolln is wie wennde dir mit nem lebhaften diskussionsbedarf vor 1 anrollende panzerbrigade Weiterlesen